7.05.2019 Die Klasse 2a ist auf dem Acker der Familie Ritter und bringt die Kartoffeln in die Erde

„Raus aus dem Klassenzimmer – rauf aufs Feld“

 

Unter diesem Motto stand der Unterricht für die 2. Klasse der Grundschule Marktleuthen, denn das traditionelle Kartoffelprojekt, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler wieder einmal als Landwirte üben können, ist in die nächste Runde gegangen. So startete Anfang April bereits das Projekt der Schule in Zusammenarbeit mit der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg e. V. und dem  Biohof Ritter.

Nachdem die Zweitklässler beim ersten Termin im Klassenzimmer schon viel von Christina Buchwald von der ÖBI über die Geschichte der Kartoffel, den Aufbau einer Kartoffelpflanze und deren Vermehrung erfahren hatten, ging es im Anschluss daran in den Pausenhof, wo jeder Schüler in einem Eimer seine eigene Kartoffel unter fachlicher Anleitung von Landwirt Andreas Ritter einpflanzen durfte. Diese gilt es nun, neben der genauen Beobachtung, zu pflegen und zu gießen, um im Herbst neue Kartoffelknollen ernten zu können.

Beim zweiten Termin ging es nun, mit Stiefeln und kleinen Schaufeln ausgestattet, zusammen mit ihrer Lehrerin Katharina Neidhardt, aufs Feld und an die praktische Arbeit. Nach einer kurzen Wiederholung des theoretischen Wissen und einer Einweisung verteilten sich die Kinder am Feld und vergruben motiviert die Saatkartoffeln in die lockere Erde. Dabei hielten sie sich genau an die Vorgaben des Landwirts Andreas Ritter. Genau die Länge einer Handschaufel hielten sie als Abstand frei, damit die Kartoffelpflanzen genug Platz zum Wachsen haben und die Ernte im Herbst groß sein kann. „Das Arbeiten mit den Händen macht nicht nur riesig Spaß, sondern ist eine grundlegende Bildung“, so Christina Buchwald von der ÖBI. „Deshalb freuen wir uns, dass wir den Kindern diese Erfahrung ermöglichen können.“ Mit sichtbarer Freude vergruben die Schüler zuerst die Kartoffeln und häuften im Anschluss daran mühsam Dämme auf. Dies hat verschiedene Vorteile, wie die Schüler erfahren, zum einen eine schnellere Erwärmung der Dämme im Frühjahr, die auch zu einer Förderung des Bodenlebens führt und ein besserer Wasserhaushalt des Bodens, da der Boden durch die Dämme schneller abtrocknen kann und so verhindert wird, dass die Pflanzenwurzeln im Wasser stehen.

Das Projekt geht Ende Mai/Anfang Juni weiter. Die Kartoffel wird auch „Hackfrucht“ genannt. Das werden die Kinder beim Unkraut hacken erfahren. Und mit ein wenig Glück werden sie im Herbst dann eine hoffentlich große Ernte einfahren. Das Wetter passt schon mal. An Wasser mangelt es derzeit zumindest nicht.

 

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