"Coding Kids"

„Spielend programmieren“ - Start des Projektes „CODING KIDS“ an der Grundschule Marktleuthen 

 

Because I’m happy! Clap along if you feel what happiness ist to you!“ Wer hätte je gedacht, dass dieser Auszug aus dem oscarnominierten Song „Happy“ des US-amerikanischen Sängers Pharrell Williams aus dem Jahr 2013 die Motivation der Schülerinnen und Schüler nach Corona treffender beschreiben könnte? Insider wissen, dass vor allem das Video zu dieser Single für viel Furore gesorgt hat, weil es nicht nur das erste 24-Stunden-Video gewesen, ist, das Menschen beim „Happy-Sein“ zeigt, sondern vielmehr viele Tausende dazu inspiriert hat, ihr eigenes „Happy-Video“ ins Netz zu stellen. Und dieses Gefühl der „neuen“ Leichtigkeit und der Zufriedenheit, das vor acht Jahren aufgekommen ist, kann man nun auch an den Schulen in der Region erkennen: Denn man sieht förmlich das Leuchten in den Kinderaugen, wenn sie morgens in die Klassenzimmer strömen, um endlich wieder am so sehnsüchtig erwarteten Präsenzunterricht teilnehmen und die eigenen sozialen Kontakte pflegen zu können.

 

Das Öffnen der Schulen sorgt natürlich gleichzeitig dafür, dass nun Schritt für Schritt auch wieder zusätzliche Aktivitäten an den Schulen möglich sind. Denn gerade diese Angebote, die über den stundenplanmäßigen Unterricht hinausgehen, sind enorm wichtig für die Weiterentwicklung der kleinen Persönlichkeiten und geben einer Schule mit ihrem Schulleben wieder neue Impulse.

 

So konnte nun an der Grundschule Marktleuthen - wie auch an einigen anderen Grundschulen des Landkreises Wunsiedel i.F. - für interessierte Viertklässler das Projekt „CODING KIDS“ an den Start gehen - natürlich unter den aktuell gültigen Hygienebedingungen -, das von Dr. Dorothee Strunz, der Geschäftsführerin des Rehauer Unternehmens LAMILUX und Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Hof initiiert worden ist, weil sie um die Bedeutung einer gezielten IT-Bildung bei den Kindern weiß.

Ein zentrales Argument für die Übernahme dieses Projekts an der Grundschule Marktleuthen ist vor allem die lange Phase des Distanzlernens gewesen. Dabei ist nämlich sehr deutlich geworden, dass der digitalen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler in Zukunft ein deutlich höherer Stellenwert beigemessen und diese neben den zentralen Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen unbedingt etabliert werden muss.

 

Mit der Rückkehr in die Präsenz ist es nun der GS Marktleuthen gelungen, genau an diesem Baustein „Digitale Kompetenz“ mit dem Projekt „CODING KIDS“ die vorhandenen Defizite anzupacken und die Schülerinnen und Schüler diesbezüglich für die Zukunft „fit“ zu machen. Dabei sammeln sich nun im kürzlich erst neu ausgestatteten Computerraum der Grundschule jede Woche bis zu den Sommerferien am frühen Nachmittag für 90 Minuten zahlreiche Viertklässler mit ihren zwei engagierten Tutorinnen, um von ihnen in die Anfänge des Programmierens eingeführt zu werden. Die Elftklässlerinnen des Luisenburg Gymnasiums in Wunsiedel stehen seit Anfang Juni einmal in der Woche vor den Grundschülern, begleiten sie beim Kennenlernen der Technik, leiten sie beim Ausprobieren der Technik an und bringen ihnen die digitalen Inhalte näher. Auf spielerische Art und Weise machen sie die Viertklässler mit dem IT-Bereich vertraut und stärken deren digitales Selbstbewusstsein für die kommenden Herausforderungen der Digitalisierung. Dabei spielen Schlagworte wie Technisches Knowhow, soziale Kompetenzen, Selbstverantwortung, methodische Kompetenzen, Selbstreflexion, personale Kompetenzen Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Technik während des Kurses ebenso eine Rolle wie die Vermittlung von Medienkompetenz und das Erlenen von Tugenden wie Beharrlichkeit und Konzentrationsfähigkeit.

Durch diese Form des „peer-tutorings“ profitieren aber beide Seiten, denn die Tutorinnen entwickeln hier zudem selbst eigene Schlüsselqualifikationen (Präsentations-, Moderations- und Führungsfähigkeit) weiter und übernehmen gleichzeitig ein Stück weit Verantwortung für die jüngere Generation, was als weiteres zentrales Argument für die Einführung dieses Projekts zu sehen ist.

Gearbeitet wird mit SCRATCH, einer pädagogisch geeigneten Programmiersprache für Kinder und Jugendliche. Damit lassen sich auf intuitive Art einfache Animationen oder gar komplexere Computerspiele entwickeln. Das abschließende Ziel des Kurses ist es, dass die Viertklässler eigenständig ein Spiel programmieren, um so frühzeitig an die Technik herangeführt zu werden. Man weiß ja, dass frühzeitige Erfahrungen im digitalen Bereich nicht früh genug stattfinden können, um für die zunehmende digitale berufliche Zukunft gewappnet zu sein. Gewissermaßen „nebenbei und automatisch“ wird die Technikaffinität der Kinder durch diese ersten Erfahrungen im Programmieren gesteigert.

„Ich bin begeistert, was mit „Coding Kids“ auf die Beine gestellt wird und danke ausdrücklich allen Organisatoren und Gönnern dieses Projektes. Die Schülerinnen und Schülern tauchen hier in einen spannenden Bereich ein. Ich hoffe sehr auf eine Fortführung im kommenden Schuljahr, um so die Schüler zusätzlich zum regulären Unterricht frühzeitig in den MINT-Bereichen zu fördern und Begeisterung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Technik zu wecken“, so Rektorin Colette Silbermann, die sich selbst ein Bild von den tollen Unterrichtseinheiten machte.

 

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