"Gesünder leben ohne Plastik" - Projektwoche der zweiten Klasse

Ganz fleißig haben die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Marktleuthen während der Faschingsferien ihren Müll zu Hause gesammelt und mit in die Schule mitgebracht.

Warum das Ganze?

 

Die zweite Klasse startete pünklich zu Schulbeginn am Montag in eine spannende Projektwoche mit der Thematik "Gesünder leben ohne Plastik".

 

Hierfür konnte Rektorin Silbermann die Ökologische Bildungsstätte (ÖBI) in Hohenberg mit ins Boot holen.

Frau Bosch und Frau Schröter, die beiden Referentinnen, haben für die Schülerinnen und Schüler einen detaillierten und kindgerechten Plan erarbeitet, mit dem sie allen die Thematik näher bringen möchten. Ziel soll es sein, die Kinder sensibel für das Thema zu machen - Plastik reduzieren, Alternativen verwenden, Müll trennen ... um unsere Umwelt zu schonen.

 

In einer ersten Einheit haben die Kinder erarbeitet, wo man im Alltag überall Plastik findet. Sie waren erstaunt darüber, dass es Unmengen an Dingen gibt, in welchen dieser Stoff steckt.

Frau Bosch und Frau Schröter erklärten anschließend, was überhaupt Plastik ist und wie es hergestellt wird. Mit einem kleinen Lehrfilm wurde alles wiederholt.

 

Anschließend durften die Kinder selbst tätig werden und ihren mitgebrachten Müll sortieren.

TAG 2:

Die gestrige Hausaufgabe bestand darin, zu zählen, wie viele Plastiktüten jeder Haushalt hat. Dabei kam die enorme Summe von 200 heraus!!

 

Anschließend überlegten die Schülerinnen und Schüler, welche Alternative es für Plastiktüten gibt. Ganz schnell fanden sie die Antwort. Klaro - Stofftaschen oder Körbe.

 

Mit diesen Utensilien machte sich die Klasse 2a sogleich auf den Weg zu einem nahe gelegenen Einkaufsmarkt, um dort einzukaufen. Drei Gerichte haben sich die Kinder ausgewählt:

1. Vanillepudding

2. Nudelsuppe mit Gemüse

3. Grießbrei mit Apfelmus

 

Beim Einkauf sollte differenziert werden. Aufträge waren:

- Kaufe möglichst deine Ware mit wenig Verpackungsmüll und frisch.

- Kaufe abgepackte Ware mit dementsprechend viel anfallendem Müll.

 

Die Schüler staunten nicht schlecht, wie viele Waren doch eigentlich in einer Plastikverpackung angeboten werden.

 

Wieder in der Schule zurück, wurde die Ware erst einmal gut im Regal und im Kühlschrank verstaut. An TAG 3 und TAG 4 finden nämlich die Kochaktionen statt.

 

In einem Memoryspiel machten Frau Bosch und Frau Schröter deutlich, welche Unterschiede es bei den einzelnen Verpackungen gibt.

In den folgenden Bildern werden einige Beispiele aufgezeigt: Glasflasche - Plastikflasche,

Papiertüte - Plastiktüte, Stifte aus Plastik - Stifte aus Holz, Bürsten aus Plastik - Bürsten aus Holz, uvm.....

Die Schülerinnen und Schüler erstellten zum Schluss des Tages noch ein Plakat, auf dem sie die unterschiedlichen Materialien gegebüberstellten: Plastik und Alternative.

TAG 3:

Heute kochten die Kinder zusammen einen Grießbrei mit einem selbst gepressten Apfelmus. Ganz aufgeregt wanderten alle in die Schulküche und betrachteten die eingekauften Materialien. Das waren auf der einen Seite die Becher mit dem fertigen Grießbrei und dem fertigen Apfelmus. Natürlich in einer Plastikverpackung. Auf der anderen Seite waren dies Milchflaschen, Zucker, 1 Päckchen Grieß, frische Äpfel und ein paar Päckchen Vanillezucker. Nach dem gemeinsamen Kochen stellten alle Kinder zwei Sachen fest:

 

1. Beim frischen Kochen fällt wesentlich weniger Abfall an. Der Abfall, der trotzdem nicht vermieden werden kann, ist entweder aus Glas (Milch) oder aus Papier (Zucker, Grieß und Vanillezucker) und kann somit wieder verwendet werden.

 

2. Frisch gekochte Produkte schmecken wesentlich besser, als eingekaufte.

TAG 4:

 

Ein weiterer Höhepunkt des Projektes fand am 4. Tag statt: Die Kinder stellten eigenes Zahnpulver her. Alle Kinder haben mit Frau Bosch und Frau Schröter zuerst bespochen, welche Materialien dazu nötig sind und was diese dann auch bewirken:

Schlämmkreide ist z.B. Bestandteil fast jeder Zahnpasta und dient als Schmirgelstoff.

Milchzucker fördert die Durchblutung des Zahnfleisches und ist ein altbewährtes Mittel bei Zahnfleischbluten. Es schädigt im Gegensatz zu anderen Zuckerarten auch die Zähne nicht!

Pfefferminze sorgt für den erfrischenden Geschmack und ist antibakteriell. Auch Salbei wirkt antibakteriell, fördert die Durchblutung und ist der Weißmacher fü die Zähne.

 

Bevor es ans Werk ging, haben sich die Kinder noch darüber unterhalten, wie man das Zahnpulver verwenden sollte:

- Feuchte die Zahnbürdste an.

- Tauche sie in das Zahnpulver.

- Putze deine Zähne wie gewohnt 3x täglich nach den Mahlzeiten.

 

Übrigens kann man die Döschen mit dem Zahnpulver auf dem Schulfest am 19. Mai 2017 auch käuflich erwerben. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a würden sich darüber sehr freuen!

Die Kinder kochten noch am selben Tag eine leckere Gemüsesuppe und vergleichen dabei wieder den angefallenen Müll mit dem der Päckchensuppe. Das Ergebnis war wieder eindeutig: Selbst gekocht schmeckt besser und produziert weniger Müll.

TAG 5:

Leider war der letzte Tag schneller da als erwartet und das Plastikprojekt neigt sich seinem Ende. Eintönige Meinung aller Kinder am Ende des Vormittages: "Schade, das war aber schnell vorbei!"

 

Doch das Programm von Frau Bosch und Frau Schröter am Freitag versprach durchaus nochmals sehr spannend zu werden: Alle Schüler sollten aus ihrem gesammelten Müll ein Unterwassermobile herstellen. Dieses soll dann in der Schule aufgehängt werden.

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